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WwJd? Was würde Jesus tun?

Nähe und Liebe erfahren wollen ist meiner Überzeugung nach ein zutiefst menschliches Grundbedürfnis. Denn die Erfahrung von Nähe und Liebe erzeugen Sicherheit und Geborgenheit. Und nach diesen sehnen wir uns doch alle regelrecht in unseren Tagen, in denen wir weiterhin „Beziehung auf Abstand“ leben müssen.
Nun ist es auch prägend für jeden, wenn er in diesen Zeiten auch tiefgehende Glaubens-erfahrungen mit unserem Herrn macht. Und es ist unglaublich tröstlich zu wissen, dass wir keinen einzigen Tag allein bestehen müssen, sondern dass wir gesehen und wahrgenommen werden von Jesus - in unserer ganz speziellen Situation. Und auch, dass wir davon ausgehen können, dass Jesus bereits jeden neuen Tag unseres Lebens kennt und dabei nicht aufgibt, uns seine Nähe und Liebe anzubieten. Das baut uns auf, das trägt uns durch.

Meine Gedanken gehen dabei auch immer wieder in die Richtung: Wie kann ich persönlich diese Glaubenserfahrungen, auch in der Krise, an andere weitergeben? An Menschen, die, soweit mir bekannt ist, nicht unbedingt ihre Hilfe von Gott erwarten? Denn da gibt es eine Menge von in unserem Umfeld, meiner Familie, unserem Freundeskreis. Und ich verfolge sehr interessiert, wie sie diese Zeiten meistern. Und ich wundere mich auch, wie manche so stark sind in dieser Krise und sogar sehr selbstbewusst auftreten.
Fehlt ihnen da nicht diese „Grundsicherheit“, das Wissen, dass da Einer (sprich Gott) da ist und sie schützt und ihnen nah ist? Woher nehmen sie ihre Stärke, diese Tage gut zu überstehen? Und wie gehen sie mit ihren Ängsten um – oder haben sie wirklich keine? Und wenn offensichtlich Not da ist, wie kann ich so helfen, damit sie die Liebe Gottes hinter meiner Hilfe, meinem Engage-ment entdecken?

Eine grundlegende Erfahrung, die ich immer wieder mit Menschen mache wenn ich mit ihnen über „Gott und die Welt“ ins Gespräch komme, ist: Sie haben ein sehr gutes Gespür dafür, was ich „eigentlich“ sagen will! Und sie lassen sich eher auf ein Gespräch ein, wenn sie merken, dass ich ihnen nicht meinen Glauben überstülpen will, sondern, wenn ich mich bemühe, authentisch (ohne Heiligenschein) ihnen gegenüber aufzutreten. Wenn ich ganz menschlich Anteil nehme an ihrem Ergehen. Wenn ich mich „auf Augenhöhe“ mit ihnen befinde und auch von mir und meinen Sorgen usw. erzähle. Aber auch von meiner Hoffnung. Dann ist eine Brücke gebaut zum Nächsten.

Ich möchte euch heute noch mal Mut machen, euch zu solidarisieren mit anderen, indem wir Christen nicht meinen „die großen Glaubenshelden“ zu spielen in dieser Krise. Denn, sind wir das? Ja, es ist ein wahrer Segen, wenn wir persönlich in einer Krise Gottes Nähe und Liebe in unterschiedlichster Form erfahren. Aber ein Zeichen für einen „besonders tiefen“ Glauben ist das nicht! Was uns trägt, ist nicht die Stärke unseres Glaubens, sondern die Treue Gottes. Die Stärke unseres Glaubens zeigt sich doch in der Fähigkeit, mit der Schwachheit, den Zweifeln, den offenen Fragen, dem Bedürfnis anderer nach Gehört- und Wahrgenommenwerden liebevoll und verantwortlich umzugehen. Ein gutes, verständnisvolles Wort, ein Angebot praktisch zu helfen, geduldiges Warten an der Kasse stoßen meist mehr auf offene Ohren und Herzen, als eine (wenn auch gut gemeinte) Bibelauslegung von Mose bis Offenbarung hinzulegen . Liebe und Nähe darin auszudrücken, indem ich mich den Bedürfnissen anderer zuwende, gehört doch mit zu den schönsten Glaubens-Erfahrungen, oder?

Heute feiern wir Christi Himmelfahrt. Es wird berichtet, dass sich Jesus von seinen Jüngern verabschiedete, ihnen aber noch eine Aufgabe hinterlassen hatte: „Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.“ (Matthäus 28, 19+20). Dieser Auftrag ist für uns bis heute gültig. Wenn uns also in diesen Tagen Menschen konkret nach unserem Glauben fragen und mehr wissen wollen von Jesus, dann sollten wir ohne Scheu unseren Missionsauftrag von ihm erfüllen und sie neugierig auf Jesus und die Bibel machen. WwJd? Genau das!

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